Zum Inhalt springen
Aktuelle Seite: Der „Lueger in der Sozialdemokratie“
0214 | 31. DEZEMBER 2025    TEXT: LILLI BAUER & WERNER T. BAUER

Der „Lueger in der Sozialdemokratie“


Am 31. Dezember 1950 stirbt Karl Renner, zweimaliger „Gründervater“ der österreichischen Republik, Delegationsleiter bei den Friedensverhandlungen in Saint-Germain, Abgeordneter und Präsident des Nationalrates, Initiator der „Naturfreunde“ und der „Arbeiterbank“, Anschlussbefürworter.

Er könnte der österreichische Politiker schlechthin sein, und in gewisser Weise war er das wohl auch. Der Vergleich mit „Lueger“ geht auf Friedrich Adlers Verteidigungsrede vor dem Ausnahmegericht 1917 zurück. Und für den Ausnahmepolitiker Bruno Kreisky war Renner „wie ein Rohr im Wind“.

Karl Renner wird am 14. Dezember 1870 gemeinsam mit seinem früh verstorbenen Zwillings­bruder Anton als 17. oder 18. Kind einer Weinbauernfamilie in dem süd­mährischen Ort Dolní Dunajovice (Untertannowitz), unweit der heutigen tschechisch-österreichischen Grenze, in ziemlich ärmlichen Verhältnissen geboren.

Früh begabt

Trotz der Mittellosigkeit seiner Eltern kann der begabte Knabe das Gymnasium in Mikulov (Nikolsburg), der mährischen Stadt mit der bedeutendsten jüdischen Gemeinde, besuchen. Einer seiner Lehrer ist der spätere, eng mit den reformpädagogischen Programmen des Roten Wien verbundene Pädagoge und Soziologe Wilhelm Jerusalem, Mitglied des Schönbrunner Kreises sozialistischer Erzieher.

Der ausgezeichnete Schüler Renner studiert von 1891 bis 1896 Rechtswissen­schaften an der Universität Wien, schließt sich noch während seines Studiums der Sozial­demokratischen Arbeiterpartei (SDAP) an und knüpft Kontakte zu führenden Persönlich­keiten der Sozialdemokratie, v.a. zu Engelbert Pernerstorfer. 1895 ist er maßgeblich an der Gründung der Naturfreunde beteiligt.

Eugen von Philippovich, Nationalökonom und einer der Führer der Sozialpolitischen Partei, fördert den jungen Studenten und verschafft ihm eine befristete Stelle in der Bibliothek des Reichsrates, wo dieser den Buchbestand neu katalogisieren soll. Renner erhält Zugang zur Parlamentsdirektion und beginnt, an eigenen Werken zu arbeiten, die zunächst unter diversen Pseudonymen erscheinen müssen: „Staat und Nation – Zur österreichischen Natio­na­litäten­frage“ 1899 als „Synopticus“, „Der Kampf der österreichischen Nationen um den Staat“ als „Rudolf Springer“ 1902 und „Die soziale Funktion der Rechtsinstitute, besonders des Eigentums“ 1904 als „Josef Karner“.

Renners besonderes Interesse gilt der „nationalen Frage“, in der er als Verfechter einer föderalistischen Neuordnung der österreichisch-ungarischen Monarchie hervortritt. Sein Lösungsansatz zur „Nationalitätenfrage“, die den Habsburgerstaat immer mehr zu zerreißen droht: Die Zugehörigkeit zur Nation soll nach personellen und nicht nach territorialen Gesichtspunkten geregelt und damit ein Auseinander­brechen des Staates verhindert werden.

Ein Exponent des „rechten Flügels“

1896 heiratet Renner die ebenfalls aus einfachsten Verhältnissen stammende Luise Stoisits aus dem damals noch ungarischen Güssing. Die bereits fünf Jahre zuvor geborene Tochter Leopoldine wächst zunächst bei Pflegeeltern auf.

Neben seiner Arbeit als Beamter engagiert sich Renner in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. 1907, bei der ersten Wahl nach dem allgemeinen Wahlrecht für Männer, wird er als Abgeordneter für den Wahlkreis Neunkirchen in den Reichsrat gewählt. Sein Augenmerk gilt hier dem sozialdemokratischen Genossen­schafts­wesen, das er als eine der „Säulen“ der Partei betrachtet. 1911 wird er zum Obmann des Zentralverbandes öster­reichischer Konsumvereine gewählt, im Jahr darauf gründet er zur Rettung der finanziell schwachen Konsumgenossen­schaften den Kreditverband der österrei­chischen Arbeitervereinigungen, die spätere Arbeiterbank.

Innerhalb des Parteivorstandes gilt Renner als ein Exponent des „rechten Flügels“. Er selbst beharrt jedoch darauf, Marxist zu sein, „wenn auch ein Marxist eigener Observanz.“ Friedrich Adler, der 1916 Ministerpräsident Stürgkh erschossen hatte, nützt seine Verteidigungsrede vor dem Ausnahmegericht 1917 für eine Abrechnung mit der eigenen Partei: „Ich kann nur sagen, daß die Partei die Laster ihrer Gegner zum Teil angenommen hat; sie ist verchristlich­sozialt, sie ist nationalisiert, sie ist verkleinbürgerlicht.“ In seiner rhethorisch brillanten Suada erwähnt Adler Renner mehr als ein Dutzendmal. Wenig schmeichelhaft bezeichnet er ihn als „Demagog, aber natürlich ein großer Demagog, ein sehr begabter Demagog“.

Der solcherart Gescholtene, der sich während des Krieges Hoffnungen auf den Posten eines cisleitha­nischen Ministerpräsidenten gemacht hatte, wird nach dem Zusammenbruch der Monarchie am 30. Oktober 1918 von der Provisorischen Nationalversammlung zum Staatskanzler gewählt, ein Amt, das er bis zum 7. Juli 1920 bekleidet. Im Oktober 1920 scheiden die Sozialdemokraten aus der Regierung aus.

Renner, der bereits 1905 das Emblem der Naturfreunde entworfen und für diese auch ein Lied geschrieben hatte, dichtet nun auch den Text zur neuen, inoffiziellen Hymne „Deutschösterreich, du herrliches Land“ und leitet die österreichische Delegation bei den Friedensverhandlungen in Saint-Germain, die den Verlust der überwiegend deutschsprachigen Gebiete in Südtirol, Böhmen, Mähren und im Sudetenland besiegeln.

Spannungen

Auch nachdem der mittlerweile amnestierte Friedrich Adler 1923 Wien in Richtung Zürich verlassen hatte, bleiben die Spannungen zwischen Karl Renner und dem linken Parteiflügel bestehen, nunmehr angeführt vom stellvertretenden Parteivorsitzen­den und austromarxistischen Chefideologen Otto Bauer. Ob Bauers Entscheidung, nach der Wahlniederlage vom 17. Oktober 1920 in eine „politische Warteschleife“, de facto aber in die „immerwährende“ Opposition zu gehen, tatsächlich so klug war? Ob die Sozialdemokratie als mitgestaltende Kraft nicht wirksamer für ihr Ziel, die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft, hätte hinarbeiten können? Jedenfalls geben die Sozialdemokraten damit auch ihren Einfluss auf Polizei und Bundesheer weitgehend auf.

Uneinigkeit herrscht auch in Hinblick auf das Demokratieverständnis – Bauer tritt für eine nicht genau definierte „sozialistische Demokratie“ ein, Renner bleibt der „bürger­lichen Demokratie“ treu und plädiert dafür, statt der Konfrontation die Kooperation zu suchen und sich auch unter konservativen Mehrheiten konstruktiv ins Politgeschehen einzubringen.

Bei der von den Christlichsozialen so genannten „Selbstausschaltung des Parlaments“ am 4. März 1933 spielt Renner als erster Präsident des Nationalrates ebenfalls eine entscheidende Rolle. Nach Renners parteitaktisch motiviertem Rück­tritt treten auch die beiden anderen Präsidenten von ihren Funktionen zurück. Das Parlament legt sich selbst lahm, ein erneutes Zusammentreffen der Abgeordneten zur Beilegung der Geschäftskrise am 15. März wird von der Exekutive unterbunden.

Nach dem 12. Februar 1934 muss auch Karl Renner für hundert Tage in Haft; die Anklage wegen Hochverrats wird allerdings wieder fallengelassen. Er zieht sich in sein Haus nach Gloggnitz zurück und widmet sich wissenschaftlichen und literarischen Arbeiten.

Ja-Sager

Nach dem erzwungenen „Anschluss“ Österreichs gibt Karl Renner dem „Neuen Wiener Tagblatt“ ein Interview zur bevorstehenden Volks­abstimmung, das am 3. April 1938 unter dem Titel „Ich stimme mit Ja“ erscheint: „Als Sozialdemokrat und somit als Verfechter des Selbstbestimmungs­rechtes der Nationen, als erster Kanzler der Republik Deutschösterreich und als gewesener Präsident ihrer Friedensdelegation zu St-Germain werde ich mit Ja stimmen.“

Nach 1945 beteuert Renner, diese Erklärung „aus freien Stücken“ abgegeben zu haben, angeblich auch, um den Genossen Robert Danneberg, der am 1. April mit dem sogenannten Prominententransport in das KZ Dachau verbracht worden war, zu schützen. Eine 1939 verfasste Schrift, in der Renner die „beispiellose Beharrlichkeit und Tatkraft der deutschen Reichsführung“ beim „Anschluss“ Österreichs und des Sudetenlandes lobt, bleibt zu seinem Glück lange Zeit unveröffentlicht.

Die Zeit der NS-Herrschaft verbringt Renner abermals in seinem Haus in Gloggnitz, wo er sich fernab des Weltgeschehens schriftstellerisch betätigt. Beim Einmarsch der Roten Armee in Österreich soll Stalin angeblich den Auftrag erteilt haben, Renner, den er noch aus seiner Wiener Zeit persönlich kennt, zu kontaktieren und ihn mit dem Aufbau einer provisorischen österreichischen Regierung zu beauftragen.

Tatsächlich ist es Renner selbst, der im Quartier der Roten Armee in Enzenreith vorstellig wird. Das Militär­kommando meldet nach Moskau, es habe sich ein „stattlicher Greis in strengem schwarzem Anzug als Karl Renner vorgestellt und seine Dienste bei der Wiedererrichtung Österreichs angeboten“. Nach Rücksprache mit Stalin und einem zwischenzeitlichen Briefverkehr mit dem Diktator erhält Renner schließlich den Auftrag zur Regierungsbildung.

Wieder „an der Wiege“

Am 20. April 1945 kommt Renner nach Wien zurück, wo die drei wiederbegründeten Parteien SPÖ, ÖVP und KPÖ im Rathaus bereits eine neue Stadtverwaltung gebildet haben. In der sowjetischen Kommandantur führt Renner ein erstes Gespräch mit Adolf Schärf. Wenig später beginnen die Verhandlungen mit den Vertretern der Parteien zur Bildung einer provisorischen Regierung. Diese erweisen sich als schwieriger als erwartet, da die Kommunisten mehrere Schlüsselpositionen fordern.

Der 1948 aus der SPÖ ausgeschlossene und zur KPÖ abgewanderte Erwin Scharf erinnert sich: „Dass ausgerechnet Renner, der sich von den Nazis agitatorisch für die Sanktionierung der Okkupation Österreichs hatte missbrauchen lassen, mit der Regierungsbildung beauftragt wurde, blieb unbegreiflich. […] Das Oberkommando der Roten Armee hatte […] Dr. Karl Renner eingeladen, eine provisorische Regierung zu bilden.“

Die neue Regierung wird am 27. April von den Sowjets anerkannt. Ihr Wirkungs­bereich umfasst zu diesem Zeitpunkt außer Wien allerdings nur das östliche Niederösterreich, den Großteil des Burgenlandes und einen Teil der Steiermark – im Westen wird immer noch gekämpft.

Der Weg an die Spitze

Als gewiefter Taktiker muss Renner nun auch die Westalliierten, die eine solche Entwicklung nicht wirklich goutieren und erst am Tag vor der geplanten Angelobung des Kabinetts von den Sowjets informiert worden waren, aber auch die demokratischen Kräfte in den westlichen Bundesländern überzeugen. Nach zähen Verhandlungen stimmt der Alliierte Rat, das gemeinsame Organ der vier Besatzungs­mächte, Mitte September einer „Länderkonferenz“ zu, in der Vertreter aller Bundesländer mit der provisorischen Regierung in Wien verhandeln sollen. Diese Konferenz tagt am 24. und 25. September 1945 in Wien. In der Folge wird die provisorische Regierung von Stalins Gnaden um Vertreter der westlichen Bundesländer erweitert, damit als gesamtösterreichisch anerkannt und mit der Organisation von Wahlen beauftragt.

Diese ersten freien Wahlen seit 1931 finden am 25. November 1945 statt und enden ernüchternd. Die neugegründete ÖVP erringt mit 49,8 % der Stimmen die absolute Mandatsmehrheit, zur Freude der Amerikaner und Briten kann die von manchen erhoffte „Volksfrontregierung“ aus SPÖ (44,6 %) und KPÖ (5,4 %) nicht gebildet werden. Leopold Figl führt eine Konzentrations­regierung an und Karl Renner wird am 20. Dezember 1945 von der Bundesversammlung, sprich den Abgeordneten des National- und des Bundesrates, zum ersten Bundespräsidenten der Zweiten Repu­blik gewählt.

Im Oktober 1949 erscheint im Londoner „Observer“ ein Artikel, der Renners Wirken sehr treffend charakterisiert: „Er schien gerade der Mann zu sein, den die Russen benötigten: alt, sehr alt, sehr beliebt, lange nicht mehr in Berührung mit der praktischen Politik, eine Verbindung mit der Vergangenheit, eine respektable Fassade für eine Volksfront-Regierung, die rasch von einigen jungen, energischen Kommunisten erobert werden würde. Aber diesmal hatten die Russen den falschen Mann ausgewählt. Renner war mild, freundlich und verbindlich, auch bereit, einige Ministerposten den Kommunisten zu überlassen, aber durchaus befähigt, die Zügel in den eigenen Händen zu behalten.“

„Das antisemitische Übel“

2012 fordert der ÖVP-Politiker (und Historiker) Franz Schausberger nach der Umbe­nen­nung des Karl-Lueger-Rings auch die Umbenennung des Dr.-Karl-Renner-Rings in „Parlaments­ring“. Schausberger argumentiert, Renner hätte in seinen Parlamentsreden oftmals negativ vom „jüdischen Großkapital“, den „jüdischen Banken“ und dem „jüdischen Manchesterliberalismus“ gesprochen.

Tatsächlich beziehen sich diese Äußerungen Renners auf den antisemitisch geführten Wahlkampf der Christlichsozialen anlässlich der Nationalratswahlen 1920, als diese beständig von der „verjudeten Sozialdemokratie“ sprachen, selbst aber keinerlei Berührungsängste mit dem „jüdischen Großkapital“, etwa eines Waffen­fabrikanten wie dem „Patronenkönig“ Fritz Mandl kannten.

Dass Renner, wie viele andere aus einfacheren Verhältnissen stammende Sozial­demokraten, durchaus auch antisemitische Ressentiments hegte, die er anti­kapitalistisch zu verbrämen verstand, ist allerdings eine Tatsache.

Wirklich beschämend ist seine Einstellung zu etwaigen Reparationen und zur Rückholung vertriebener Genossen, die er durchaus mit anderen SPÖ-Granden wie Schärf oder Helmer teilte. Im „Forschungsprojektendbericht Straßennamen Wiens seit 1860 als 'Politische Erinnerungsorte'“ der Autoren Oliver Rathkolb, Peter Autengruber, Birgit Nemec und Florian Wenninger findet sich etwa auch die Aussage Renners: „Für den Judenschaden soll grundsätzlich die Volksgesamtheit nicht haftbar gemacht werden“. An anderer Stelle wird Renner mit den Worten zitiert, er könne es grundsätzlich gar nicht einsehen, dass man „jeden kleinen jüdischen Kaufmann oder Hausierer“ entschädigen solle.

1946 erklärt Renner in einer Ansprache vor dem Palästina-Komitee zur Zukunft von Österreichs Juden: „…glaube ich nicht, daß Österreich in seiner jetzigen Stimmung Juden noch einmal erlauben würde, diese Familienmonopole aufzubauen. Sicherlich würden wir nicht zulassen, dass eine neue jüdische Gemeinde aus Osteuropa hierher käme und sich hier etablierte, während unsere eigenen Leute Arbeit brauchen“ (zitiert nach Richards Crossman, Palestine Mission. A Personal Record, London 1946:100).

„Das antisemitische Übel saß“, wie der Kommunikations­wissen­schafter Maximilian Gottschlich 2012 in seinem Buch „Die große Abneigung. Wie antisemtisch ist Österreich?“ schreibt, demnach „nicht nur in den nachgeordneten Ämtern, sondern auch ganz oben in der Staatskanzlei.“

Nach dem früheren Staatskanzler und ersten Bundespräsidenten der Zweiten Republik werden der Dr.-Karl-Renner-Ring (1956) und die politische Akademie der SPÖ, das Karl-Renner-Institut, benannt. Im Wiener Rathauspark wird am 27. April 1967 das von Josef Krawina und Alfred Hrdlicka gestaltete Rennerdenkmal feierlich enthüllt.

In der Arbeiterkammer Wien befindet sich eine von Gustinus Ambrosi geschaffene Porträtbüste Renners.Am Haus Praterstraße 8 weist eine Gedenktafel darauf hin, dass Karl Renner von 1918 bis 1934 an dieser Stelle wohnte.Die Villa in Gloggnitz, die dem Ehepaar Renner zunächst als Urlaubsdomizil und von 1934 bis 1945 als ständiger Wohnsitz diente, ist heute eine Gedenkstätte und Museum.

Link: Dr. Karl Renner Museum-Gloggnitz

Werk (teilweise unter den Pseudonymen Synopticus oder Rudolf Springer): Staat und Nation, 1899; Der Kampf der österreichischen Nationen um den Staat, 1902; Grundlagen und Entwicklungsziele der österreichisch-ungarischen Monarchie, 1906; Der deutsche Arbeiter und der Nationalismus. Untersuchungen über die Größe und Macht der deutschen Nation in Oesterreich und das nationale Programm der Sozialdemokratie, 1910; Was ist die nationale Autonomie? Was ist soziale Verwaltung?, 1913; Österreichs Erneuerung, 3 Bände, 1916; Marxismus, Krieg und Internationale, 1917; Das Bankkapital, seine Entwicklung und seine Funktion, 1926; Karl Kautsky. Skizze zur Geschichte der geistigen und politischen Entwicklung der deutschen Arbeiterklasse, 1929; An der Wende zweier Zeiten. Lebenserinnerungen, 1946; Die neue Welt und der Sozialismus. Einsichten und Ausblicke des lebenden Marxismus, 1946; Lyrisch-soziale Dichtungen, 1950; Nachgelassene Werke, 3 Bände, 1952–53; Das Weltbild der Moderne, 1954; Schriften. Hrsg. und mit ein Nachwort von Anton Pelinka, 1994.

Literatur: Ludwig Adamovich, Dr. Karl Renner als Wissenschaftler, 1951; Christian Dickinger, Österreichs Präsidenten. Von Karl Renner bis Thomas Klestil, 2000; Rudolf Exner, Reformistische Konzeptionen in der Zwischenkriegszeit. Ein Vergleich der Theorien Eduard Heimanns und Karl Renners, 1982; Franz Josef Feichtenberger, Die Länderkonferenzen 1945. Die Wiedererrichtung der Republik Österreich, 1965; Heinz Fischer (Hrsg.), Karl Renner. Porträt einer Evolution, 1970; Helmut Konrad (Hrsg.), Arbeiterbewegung und Nationale Frage in den Nachfolgestaaten der Habsburger­monarchie, 1993; Helmut Konrad (Hrsg.), Sozialdemokratie und „Anschluß“. Historische Wurzeln, Anschluß 1918 und 1938, Nachwirkungen, 1978; Tommaso La Rocca (Hrsg.), Karl Renner. Politik und Religion, 2004; Wolfgang Maderthaner, Karl Renner 1870–1950, 2000; Siegfried Nasko und Johannes Reichl, Karl Renner. Zwischen Anschluss und Europa, 2000; Siegfried Nasko: Karl Renner. Zu Unrecht umstritten? Eine Wahrheitssuche, 2016; Anton Pelinka, Karl Renner zur Einführung, 1989; Walter Rauscher: Karl Renner, ein österreichischer Mythos, 1995; Michael Rosecker: Karl Renner. Ein republikanisches Fundament, 2020; Richard Saage: Der erste Präsident. Karl Renner – eine politische Biografie, 2016; Erwin Scharf: Ich hab’s gewagt mit Sinnen… Entscheidungen im antifaschistischen Widerstand, 1988; Hans Schroth, Karl Renner, 1970.

Fuss ...